Lazy-Jacks zur Steigerung von Bedienungskomfort und Sicherheit

 

Die Lazy Jacks haben eine zentrale Aufgabe: sie sollen das Grosstuch beim Reffen oder Niederholen des Tuches führen. Dabei geht es nicht nur um die Bequemlichkeit, sondern das Ganze macht auch Sinn in kritischen Situationen, wenn das Tuch rasch runter muss. Die Gefahr des Auswehens, das hektische Festhalten des Tuches bei viel Wind entfällt. In aller Ruhe ist es möglich, zu reffen und das Reff zu binden oder in den Wind zu gehen und das Tuch nieder zu holen. Ausserdem kann diese Einrichtung zugleich noch die Dirk ersetzen. Wir fahren sie seit einigen Jahren und möchten sie nicht mehr missen. Im Folgenden möchte ich die Möglichkeiten, die sich zum Einrichten eines Lazy-Jacks ergeben, aufzeichnen.

 

Die einfachste Möglichkeit: Wie nebenan gezeichnet, besteht diese darin, je eine 6 mm-Leine back- und steuerbords von den Ansatzpunkten der Oberwanten zu zwei Augpunkten etwa 50 cm von der Baumnock zu führen. Sie solltern so lange sein, dass die Leinen bei hochgezogenem Gross leicht durchhängen. Fiert man das Gross, so hängt der Baum in den Lazy-Jacks, das Segel lässt sich ohne Probleme zwischen den Leinen auf den Grossbaum legen. Wenn´s schnell gehen muss, einfach fallen lassen, sonst kann die Crew von Hand mithelfen, das Tuch in geordnete Falten zu legen. Selbstverständlich gehört noch eine senkrechte Leine etwa 60 cm vom Lümmel dazu. sie wird in die lange Leine geknüpft und am Baum ebenfalls auf zwei angebrachte Augen oder Bügel geführt. (Skizze 1) Da ich den Lazy-Jack im Hafen zwecks Aufbau der Kuchenbude jeweils abschlagen muss, habe ich eine Trennung mit Karabiner etwa 15 cm über dem Baum angebracht. Über die einfache Variante gibt der Redakteur, Tel 0041 71-841 85 44 gerne Auskunft.

 

Bewegliche Variante: Wer es noch etwas eleganter will, kann die langen Leinen beim Oberwant-Ansatz oder in gesonderten Rollen als Endlos-Leine an die Vorderseite des Mastes führen, dort eine Leine anknüpfen und über eine Fussrolle am Mastfuss ins Cockpit führen. Diese Variante fährt Georg Rüster, Tel.05405-65 25. (Skizze 2.)

Eine zusätzliche Möglichkeit besteht darin, beim Segelmacher aus Segeltuch eine Art Auffangsack machen zu lassen, der das Segel noch besser auffängt und zugleich noch als Großsegel-Persenning verwendet werden kann. (Skizze 3) Das hat bis jetzt noch niemand von den Diabolisten. Wer wagt die Fabrikation als erster?

 


So, DIABOLO-Bastler, gleich ans Werk!

Hans-Peter Büsser

 

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